LEBENSLAUF

 

Alfred Peschek, geboren am 14. 05 1929 in Linz,

gestorben am 4.02.2015 in Linz

Ausbildung:
Pflicht- und Mittelschule in Linz, Traun und Wels; Bruckner - Konservatorium Linz: Theorie (Fritz Heinrich Klein), Klavier (Susi Dressler), erste Aufführung von "Preludes" für Klavier Wels; 1951-57 Musik - Akademie (heute: - Universität): Kirchenmusik: Kirchenmusik (Orgel bei Walter Pach, Komposition bei Ernst Titel, Raimund Weissensteiner), Dirigieren (Hans Gillesberger, Hans Swarowsky); Universität Wien: Musikwissenschaft (Erich Schenk), Kunstgeschichte, Philosophie (Gabriel, Meister); Kompositionskurse (Johann Nepomuk. David) - 1957 Promotion zum Dr. phil.

Tätigkeiten
Während der Studienzeit Mitglied des Akademie - Kammerchores (Leitung: Ferdinand Großmann) und des Akademie - Kirchenchores (Leitung: Hans Gillesberger), Substitut bei Wiener Symphoniker (Schlagzeug), Komposition von Schlagern und Werbemusik, Chorsätzen, 1 Messe, 1 Orchesterwerk; auch Praktikant als Wirtschaftstreuhänder.
- 1957 - 68 Musikkritiker bei Tageszeitungen und Fachzeitschriften, Mitarbeiter des Rundfunks (ORF).
- 1959 - 62 Wissenschaftlicher Referent am Bruckner - Konservatorium, Durchführung der Wochen des Bruckner - Konservatoriums und des 1. Brucknerfestes in Linz und St. Florian (1961).
- 1962 Gründung "dap - edition" (Verlag für Neue Musik), "Neue Reihe" mit Werken von Günther Kahowez, Richard Kittler, Augustinus Franz Kropfreiter, Walter Pach, Tona Scherchen, Erich Urbanner, Francesco Valdambrini ua; Gründung "neues ensemble" mit Konzertreihe "Alte Musik und Neue Szene"; Beschäftigung mit Pop - Music: Werbekonsulent bei Coca Cola (Coke Club), enge Zusammenarbeit mit der Pop - Gruppe "Eela Craig". -
- 1963 monatliche Rundfunksendung mit OÖ Komponisten der Gegenwart. Erste Kontakte mit internationaler Avantgarde führen zur Freundschaft mit Bruno Maderna und der regelmäßigen Teilnahme an Festivals mit Neuer Musik. -
- 1971 Gymnasiallehrer, Zusammenarbeit mit der Tänzerin und Choreographin Erika Gangl, die 1973 zur Gründung "Salon im Tanzstudio Erika Gangl" (vierzehntägige Veranstaltungsreihe mit Musik, Tanz, Literatur und bildender Kunst), zum Ausbau des "Tanzstudio Erika Gangl" als Schule mit Öffentlichkeitsrecht, zur Gründung des ersten Tanztheaters (erst Tanztheater 46, später Erika Gangl Tanzkompagnie) in Österreich und zum Bau des Linzer Bergtheaters führt.
Konzertreisen folgen trotz starker Bindung an seine Heimatstadt Linz.
- 1988 Gründungsobmann der IGNM - Zweigsektion OÖ, Vizepräsident der Künstlervereinigung MAERZ, die Konzertreihen"musica incognita" (Festival für das Unbekannte in der Kunst), "pp" (Perspektive Peschek) und "Tage Neuer Musik", "chorea incognita" folgen.
- 1999
Filmproduktion: Puluj (Leonding) eröffnet die Reihe Kopfstücke mit dem Peschek - Portrait "Es dauert lang, jung zu werden" ...
- 28 02 2000 Tod der Gattin Erika Gangl, Ende einer Jahrzehnte langen Zusammenarbeit mit einer Choreographin, die den modernen Tanz auf eine absolute Basis gestellt hat. In der Folge widmet Peschek seiner verstorbenen Frau eine Reihe Kompositionen, die er "Duale" nennt. - Zuletzt erhöhte Kompositionstätigkeit und Konzerte im eigenen Haus mit namhaften Interpreten, die die Werke in alle Welt tragen.